Absetzung für Abnutzung AfA

Anschaffungskosten für Güter mit einem Nettowert ab 800 Euro sind nicht direkt in voller Höhe steuerlich absetzbar. Daher muss anhand der Nutzungsdauer des Gegenstands die jährliche Absetzung für Abnutzung (AfA), auch Abschreibung genannt, berechnet werden. Dafür werden die Anschaffungskosten durch die geschätzte Nutzungsdauer des Gegenstands geteilt. Die Abschreibung stellt die Wertminderung des Gegenstands über die Jahre der Nutzung dar. Der Abschreibungsbetrag gilt als steuerlich berücksichtigter Betrag der Kosten und kann jährlich abgesetzt werden.

Im § 7 des Einkommenssteuergesetzes ist die Abschreibung genau geregelt. Geringwertige Wirtschaftsgüter, also Güter, die unter einem Nettobetrag von 800 Euro liegen, können in voller Höhe in der Steuererklärung abgesetzt werden.

Neben der oben beschriebenen linearen Abschreibung existieren weitere Methoden der AfA. Dazu gehört die GWG-Abschreibung, die degressive Abschreibung und die außergewöhnliche Abschreibung.

Wichtig ist, dass nur abnutzbare Wirtschaftsgüter mit einer Nutzungsdauer größer als ein Jahr abgeschrieben werden können. Hierzu zählen abnutzbar bewegliche und unbewegliche materielle Wirtschaftsgüter, sowie immaterielle Wirtschaftsgüter.

Um die Nutzungsdauer verschiedener Gegenstände herauszufinden, stellt das Bundesministerium für Finanzen AfA-Tabellen bereit. Diese verschaffen einen Überblick über die Nutzungsdauer verschiedener Gegenstände und sind für jedermann zugänglich. Bei Gegenständen, die nicht in den Tabellen aufgelistet sind, muss die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer geschätzt werden.

Notebook Betriebsdatenerfassung BDE

Die Betriebsdatenerfassung (BDE) dient der Steigerung der Produktionseffizienz, sowie der Erhöhung der Produktionsqualität. Ziel der Betriebsdatenerfassung ist es IST-Daten, wie Kosten, Verbräuche und Leistungen, zu erfassen, abzubilden und entsprechend zuzuordnen. Es wird dabei zwischen organisatorischen und technischen Betriebsdaten unterschieden. Zu den organisatorische  Betriebsdaten zählen unter Anderem Auftragsdaten und Personaldaten, wie die Erfassung von Arbeitszeiten zur Lohnberechnung mittels elektronischer Zeiterfassung. Die technischen Betriebsdaten umfassen Maschinendaten (z.B. Materialverbräuche und Laufzeiten) und Prozessdaten. Die Dokumentation und Abbildung der Daten erfolgt in einem BDE-System oder wird in ein bereits bestehendes ERP-System, wie KoSS.ERP, eingebunden.  Aus den erfassten Betriebsdaten können im Nachhinein Rückschlüsse für die Produktionsplanung- und Steuerung gezogen werden. Ein Vorteil der BDE ist, neben der Effizienzsteigerung, die einheitliche Abbildung der erfassten Daten in einem System.

Betriebswirtschaftliche Auswertung

Die Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) dient der Darstellung der Ertragslage eines Unternehmens. Da die BWA in der Regel monatlich erstellt wird, schafft sie einen aktuellen Überblick über die Kosten- und Erlössituation und damit über die finanzielle Lage des Unternehmens.

Die Basis für die Auswertung bilden die Unternehmensdaten aus der Finanzbuchhaltung. Wichtig ist, dass nur bereits gebuchte Posten in die Auswertung einbezogen werden. Außerdem sollten sowohl die kurzfristige Erfolgsrechnung als auch die Bewegungsbilanz und die Liquidität in der BWA dargestellt werden. Besonders geeignet ist die BWA für KMUs, da sie zur Planung und Umsetzung von ertragssteigernden Maßnahmen dienen kann.

Da es sich bei der BWA um eine freiwillige Auswertung handelt, unterliegt diese keinen besonderen Voraussetzungen bezüglich des Informationsgehalts und der Gestaltung. Lediglich die Buchführungspflicht des Unternehmens wird vorausgesetzt. Erstellt werden kann die BWA mithilfe einer professionellen Buchhaltungssoftware oder durch einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer.  

Basierend auf der Art des Unternehmens und der Branche stehen verschiedene BWA-Arten zur Auswahl. Die am häufigsten verwendete Betriebswirtschaftliche Auswertung ist die DATEV-Standard-BWA, die in allen Unternehmen genutzt werden kann.

Business to Business B2B

Hinsichtlich einzelner Geschäftsbeziehungen ist zwischen Business-to-Business und Business-to-Consumer zu unterscheiden. Business-to-Business, abgekürzt B2B, bezeichnet eine Geschäftsbeziehung zwischen mindestens zwei Unternehmen. Der Kontakt zum Endkunden ist in dieser Form der Geschäftsbeziehung, anders als im Bereich Business-to-Consumer (B2C), komplett ausgeschlossen. Besonders verbreitet sind die B2B-Geschäftsbeziehungen, in heutigen Zeiten der Digitalisierung, im Internet. Dabei fungieren B2B-Shop-Systeme, wie KoSS.B2B, zugleich als vollintegrierte Bestellsysteme und als Salesportal. Zu den Teilbereichen des B2B zählen das B2B-Marketing, der B2B-Einkauf, B2B-Sales und der B2B Customer Support.

Business to Customer B2C

Im Gegensatz zu Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen (B2B), bezeichnet Business-to-Consumer (B2C) Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen und Endkunden, beziehungsweise Privatpersonen. Neben dem Vertrieb von Dienstleistungen und Produkten im Einzelhandel kann der B2C-Vertrieb auch Online, beispielsweise in Online Shops oder auf einem Online-Marktplatz, erfolgen. Die Geschäftsabwicklung findet in diesem Fall auf direktem Weg zwischen Unternehmen und Endkunden statt.

Charge Palette mit Paketen

Unter einer Charge ist die gesamte Menge eines Produkts oder einer Ware zu verstehen, die in einem einheitlichen Arbeitsprozess hergestellt wird. Die Kennzeichnung als Charge erfolgt unter anderem in den Branchen Arzneimittelwirtschaft und Automobilindustrie und ist vor allem relevant für die Fertigung, Lagerhaltung und Rückverfolgung von Waren und Produkten. Zur eindeutigen Zuordnung von Produkten zu einer Charge werden diese mit dem Produktionsdatum oder einer Chargennummer versehen. In der Produktionstechnik wird der Begriff „Los“ synonym zu dem, aus der Logistik bekannten, Begriff „Charge“ verwendet.

Digitale Aktenverwaltung

Die Aktenverwaltung umfasst neben der Verwaltung auch die Bearbeitung und Archivierung von Akten und Dokumenten. Mithilfe von Softwares wie Koss.Akten ist es möglich, die Aktenverwaltung zu digitalisieren und den damit verbundenen Zeitaufwand zu minimieren. Dabei werden die Akten an einem zentralen Ort gespeichert. Die digitale Aktenverwaltung hat nicht nur den Vorteil, den papierbedarf zu reduzieren und den Aspekt der Nachhaltigkeit voranzutreiben, sondern ermöglicht auch eine vereinfachte Steuerung und Verwaltung von Zugriffs- und Bearbeitungsrechten.

Dokumenten-Management-System DMS

Das Dokumenten-Management-System (DMS) dient, neben der Verwaltung, auch der digitalen und zentralen Archivierung und Speicherung von elektronischen Dokumenten. Ein wichtiger Punkt ist dabei die Revisionssicherheit oder revisionssichere Archivierung. Diese basiert auf der Ableitung von HGB-Vorschriften (Handelsgesetzbuch-Vorschriften) die unter anderem die Einhaltung von Aufbewahrungsfristen, die sorgfältige Vergabe und Einhaltung von Nutzungsberechtigungen, sowie Vollständigkeit und Richtigkeit, voraussetzt. Der Einsatz eines Dokumenten-Management-Systems beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Archivierung und Verwaltung, sondern umfasst den gesamten Prozess von der Erstellung und Erfassung eines Dokuments, über dessen Bearbeitung bis hin zur Archivierung und Löschung. Ein Vorteil des DMS ist Möglichkeit der Integration in bereits bestehende Systeme, wie das KoSS.ERP.

Electronic Data Interchange

EDIFACT steht als Abkürzung für „Electronic Data Interchange For Administration, Commerce And Transport“ und gilt als Regelwerk und internationaler Standard für den elektronischen Datenaustausch im Geschäftsverkehr. EDIFACT dient als Grundlage für den branchenübergreifenden Daten- und Informationsaustausch und somit auch der standardisierten Abbildung und Optimierung von unternehmensübergreifenden Geschäftsprozessen. Um den Datenaustausch zwischen Geschäftspartnern zu standardisieren, wurden weltweit einheitliche EDIFACT-Nachrichten festgelegt. Die verschiedenen EDIFACT-Nachrichten bestehen jeweils aus einem sechsstelligen Buchstabenkürzel und werden für die Abbildung der einzelnen Geschäftsprozesse (z.B. Bestellung, Rentenbescheid) eingesetzt. Aufgrund der Vielzahl der EDIFACT-Nachrichten, wurden branchenspezifische Subsets entwickelt, die die entsprechend relevanten EDIFACT-Nachrichten enthalten.

Bestandteile ERP-System

Ein Enterprise Resource Planning-System, abgekürzt ERP-System, ist eine betriebswirtschaftliche Softwarelösung. Das ERP-System dient der Unterstützung bei der Planung und Steuerung von Geschäftsprozessen wie Produktion, Einkauf, Lager und Logistik, sowie dem gezielten Einsatz von betrieblichen Ressourcen. Durch den modularen Aufbau von ERP-Systemen, wie KoSS.ERP, ist es möglich, diese optimal an die Gegebenheiten des Unternehmens anzupassen. Der Einsatz eines ERP-Systems im Unternehmen zielt zudem darauf ab, Geschäftsabläufe zu optimieren und die Fokussierung auf das Kerngeschäft zu ermöglichen.

Digitale Finanzbuchhaltung Fibu

Die Finanzbuchhaltung (Fibu), ist ein Segment des betrieblichen Rechnungswesens. Sie dient der Ermittlung des Unternehmensergebnisses. Dabei bezieht sich die Finanzbuchhaltung auf die Aufwendungen und Erträge des Unternehmens. Diese werden auf verschiedene Konten gebucht und dokumentiert. Am Ende einer jeden Rechnungsperiode werden eine Bilanz und eine Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) erstellt, die mit dem Abschluss der Konten einhergehen. Da sämtliche Geschäftsvorfälle des Unternehmens genaustens dokumentiert und abgebildet werden müssen ist die Nutzung von Finanzbuchhaltungssoftwares, wie KoSS.Fibu, heutzutage unumgänglich.

Innergemeinschaftlicher Fernverkauf

Unter einem innergemeinschaftlichen Fernverkauf (vgl. Art. 14 Abs. 4 MwStSystRL) ist die Lieferung von Gegenständen zu verstehen, bei dem der Gegenstand durch den Lieferer oder für die Rechnung des Lieferers an einen Erwerber außerhalb des eigenen EU-Mitgliedsstaates versendet oder befördert wird.

Unter die Erwerber von Gegenständen aus innergemeinschaftlichen Fernverkäufern zählen neben Privatpersonen auch Unternehmer, die unter die Kleinunternehmerreglung fallen (§19 Absatz 1 UstG). Es handelt sich demnach um B2C-Lieferungen.

Wichtig: Ein innergemeinschaftlicher Fernverkauf liegt auch vor, wenn der Versand oder die Beförderung durch einen von dem Lieferer beauftragten Dritten (z.B. eine Spedition) erfolgt.

Wird im Rahmen des innergemeinschaftlichen Fernverkaufs die gesetzlich festgelegte Umsatzschwelle von 10.000€ überschritten, greift die Lieferortsreglung. Der Leistungsort des innergemeinschaftlichen Fernverkaufs liegt bei Überschreiten der Liefergrenze da, wo sich der Gegenstand nach dem Versand oder der Beförderung an den Erwerber befindet.

Nähere Informationen zur Neureglung des innergemeinschaftlichen Fernverkaufs im Rahmen des One-Stop-Shop Umsatzsteuer-Verfahrens finden Sie in unserem Blogartikel.

Notebook mit Daten Intrastat

Die innergemeinschaftliche Handelsstatistik, abgekürzt Intrastat, basiert auf der Verordnung (EG) Nr. 638/2004. Die Verordnung dient der Regelung unionsweiter Mindeststandards der handelsstatistischen Erfassung. Ziel der sogenannten Intrastat-Meldungen, die spätestens am 10. Arbeitstag nach Ablauf eines jeweiligen Berichtsmonats elektronisch beim Statistischen Bundesamt einzureichen sind, ist die Erfassung und Nachverfolgung des Handelsverkehrs zwischen den EU-Mitgliedsstaaten. Basierend auf den Intrastat-Meldungen werden die Käufe und Verkäufe von Waren, sowie Transaktionen ohne Eigentumsübertragungen (z.B. Miete), zwischen den EU-Mitgliedsstaaten erfasst und im Nachhinein gesammelt in der Intrahandelsstatistik abgebildet. Die Meldepflicht ist dabei von der Summe der jährlich getätigten Versendungen und Eingänge des aktuellen Jahres, sowie des Vorjahres, abhängig. In Deutschland werden Unternehmen von der Intrastat-Meldepflicht befreit, insofern sie beim Versand von Waren in andere Mitgliedsstaaten eine Summe von 500.000 € pro Jahr und beim Eingang von Waren eine Summe von 800.000 € pro Jahr nicht überschreiten. Andernfalls ist jedes umsatzsteuerpflichtige Unternehmen, das aktiv am Handelsverkehr zwischen den EU-Mitgliedsstaaten beteiligt ist, meldepflichtig.

Scanner Mobile Datenerfassung

Die mobile Datenerfassung (MDE) ermöglicht die ortsunabhängige Erfassung und Verarbeitung von Daten. Dabei kommen mobile Geräte zum Einsatz, die die erfassten Daten anzeigen und deren nachträgliche Bearbeitung bereits ermöglichen. Je nach Branche und Bedarf ist eine Ausstattung der Datenerfassungsgeräte mit Barcodescannern und ähnlichen Tools möglich. Die erfassten, in der Regel aus einem Backend-System stammenden Daten, werden im Nachgang zur Verfügung gestellt. Zu Backend-Systemen zählen unter anderem Warenwirtschaftssysteme und ERP-Systeme. Die Mobile Datenerfassung ermöglicht, durch eine Zeitersparnis bezüglich der Datengewinnung und -erfassung und der Vermeidung einer doppelten Datenerfassung, eine Optimierung der Geschäftsprozesse. Zudem ist es möglich die gesammelten Daten gebündelt auf einen zentralen Rechner zu übertragen. Vor allem in den Branchen Industrie, Handel und Logistik ist die mobile Datenerfassung sehr verbreitet.

Zeiterfassungsterminal von Datafox zur Personalzeiterfassung

Die Personalzeiterfassung dient der exakten, Erfassung und Dokumentation von Arbeitszeiten. Neben der internen Abrechnung stellt die Personalzeiterfassung einen wesentlichen Bestandteil der externen Verrechnung von Arbeitszeiten und Dienstleistungen dar. Eine Alternative zur handschriftlichen Personalzeiterfassung ist die elektronische Personalzeiterfassung, die alle relevanten Daten mittels einer Software wie KoSS.PZE erfasst, dokumentiert und auswertet. Vor allem die ortsunabhängige und flexible Nutzung von Personalzeiterfassungssoftwares bietet den Unternehmen einen Vorteil im Vergleich zur handschriftlichen Alternative.

Produktionsplanungs- und Steuerungssystem

Das Produktionsplanungs- und Steuerungssystem, kurz PPS-System, dient hauptsächlich der Produktionsorganisation von Industriebetrieben mit mechanischer Fertigung. Das Ziel ist, neben der operativen Planung und Steuerung der Produktion, auch die Steigerung der Effektivität und Effizienz einzelner Produktionslinien. Der Einsatzbereich eines PPS-Systems innerhalb des Unternehmens ist vielfältig. Neben der Koordination der Termin- und Kapazitätsplanung und der einzelnen Produktionsverfahren, werden unter anderem auch die Start- und Endtermine einzelner Arbeitsaufträge durch das PPS-System gesteuert. Ein Vorteil des PPS-Systems ist die mögliche Integration in ERP-Systeme, wie KoSS.ERP.

Zahnräder Prozessoptimierung

Der Begriff Prozessoptimierung bezeichnet die systematische Verbesserung von Geschäftsprozessen und Arbeitsabläufen und stellt einen wesentlichen Bestandteil der Unternehmenstätigkeit dar. Grundlegend dafür ist vor allem eine detaillierte Dokumentation und Analyse einzelner Prozesse und Abläufe. Zu den Zielen der Prozessoptimierung zählen unter anderem die Aufschlüsselung und Aufdeckung von Schwachstellen und Fehlerquellen, die Einsparung von Kosten, die Steigerung der Produkt- und Dienstleistungsqualität, sowie die Erhöhung der Kundenorientierung.

Single Sign-on

Ein Single Sign-On, übersetzt Einmalanmeldung, ist ein spezieller Authentifizierungsprozess. Dieser Prozess ermöglicht es dem User nach einmaligem Log-in auf, für Ihn freigegebene, Dienste und Anwendungen zuzugreifen. Mit Hilfe des SSO werden, aufgrund der übergreifenden Zugriffsrechte des Users, einzelne Anmeldeverfahren ersetzt. Das heißt der User benötigt zur Nutzung multipler Anwendungen lediglich einen Datensatz. Erst nach Ablauf einer zuvor gesetzten Frist oder nach manueller Durchführung eines Single Sign-Out entfallen jegliche Zugriffsrechte. Vorteilhaft an diesem Verfahren ist, das der User lediglich einen Datensatz zur Anmeldung benötigt. Dies führt nicht nur zu einer Zeitersparnis, sondern führt auch zu einer gewissenhaften Passwortwahl. Muss der User Passwörter für eine Vielzahl an Anwendungen wählen, leidet darunter oftmals die Stärke der Passwörter. Erhält ein externer Dritter jedoch Zugriff auf das Passwort ist der Schaden bei einem SSO deutlich höher, da Zugriff auf eine Vielzahl an Anwendungen und Services erlangt wird.

Stückliste tabellarisch mit einzelnen Komponenten

Eine Stückliste ist die Auflistung von Produktbestandteilen und Baugruppen inklusive der Mengenangaben, die zur Fertigung eines bestimmten Endprodukts benötigt werden. Die Stückliste ist tabellarisch aufgebaut und enthält neben der Teilenummer und der Menge auch die jeweilige Position, die Einheit und die Bezeichnung des jeweiligen Teils oder der Baugruppe. Wichtig ist dabei die hierarchische Ordnung der Bestandteile in der Stückliste.

Zudem gibt es, abhängig von dem Einsatzgebiet und den jeweiligen Anforderungen an die Stückliste, verschiedene Varianten. Neben der gängigsten Variante, der Mengenstückliste, kommen in einigen Fällen auch die Maximalstückliste, die Baukastenstückliste, die Strukturstückliste und die Varianten-Stückliste zum Einsatz.

In vielen Unternehmensbereichen von, in der Produktion oder Fertigung ansässigen, Unternehmen sind Stücklisten zur Dokumentation notwendiger Bestandteile unabdingbar. Zu den Anwendergruppen zählen unter anderem das Ersatzteilwesen, die Beschaffung und die Bedarfsplanung, die Kalkulation und die Fertigung. Die Stückliste dient dabei vor allem auch zur Durchführung der korrekten Bedarfsermittlung und -planung, sowie der Ablaufplanung.

Wichtig ist, dass alle Anwendergruppen mit einer gemeinsamen Datenbasis arbeiten. Aus diesem Grund ist es unvorteilhaft, teilweise sogar problematisch, verschiedene Stücklisten für einzelne Anwendergruppen und Abteilungen anzufertigen.

Warenwirtschaftssystem WWS WaWi

Das Warenwirtschaftssystem, abgekürzt WWS oder WaWi, dient der Abbildung, Analyse und Steuerung von Warenströmen im gesamten Geschäftsprozess. Dazu zählen unter anderem Lagerbestände und Warenbewegungen. Bei dem WWS handelt es sich um ein softwaregestütztes System, das individuell an die Anforderungen des Unternehmens angepasst werden kann. Oft werden die Begriffe Warenwirtschaftssystem und ERP-System synonym verwendet. Die Warenwirtschaft stellt jedoch einen Teilbereich des ERP-Systems dar und bezieht sich auf den Materialfluss und nicht, wie das ERP-System, auf die ganzheitliche Ressourcenplanung. Zu den einzelnen Elementen eines Warenwirtschaftssystems zählen unter anderem der Wareneingang und -ausgang, der Einkauf und Verkauf, sowie die Lagerverwaltung.